Fastfood für Pflanzenschützer
Gib Wühlmäusen keine Chance!
Viele Schädlinge verbringen den Winter in einer für den Hobbygärtner eher „harmlosen“ Form: als Puppe im abgefallenen Blatt, als Ei oder als Käfer im Boden (Maikäfer).
Manch einer arbeitet aber auch im Winter recht intensiv, beispielsweise die Wühlmaus. Sie lebt verborgen im Boden und legt dort ihr Gangsystem mit bis zu 100m Weglänge an. Sie ernährt sich zum Unmut des Hobbygärtners rein vegetarisch.
Bevorzugt werden Wurzeln von Obstgehölzen und andere unterirdische Organe wie Zwiebeln oder Knollen. Die von der Wühlmaus aufgeworfenen Haufen sind im Gegensatz zu denen vom Maulwurf deutlich flacher und weniger auffällig.
Die Folgen – schlecht austreibende, welkende und absterbende Pflanzen – werden meist erst im Frühjahr bemerkt.
Was macht man gegen Wühlmäuse? Werden Pflanzen frisch gepflanzt, hilft vorbeugend ein engmaschiger, verzinkter Drahtkorb, den die Wühlmäuse nicht durchdringen können. Wurzel und Pflanze bleiben somit geschützt. Das bietet sich auch bei Dahlien an, die sonst häufig der Wühlmaus zum Opfer fallen.
Der Einsatz von Fallen ist die klassische und zugleich effektivste Methode, um Wühlmäuse zu bekämpfen. Eine Empfehlung für wühlmausgeplagte Hobbygärtner sind Kastenfallen, da sie einfach zu handhaben sind und sich der Erfolg rasch einstellt. Sonst im Handel erhältliche Drahtfallen bedürfen meist einer gewissen „Einarbeitungsphase“.
Unter dem Begriff „Rodentizide“ (chemische Pflanzenschutzmittel gegen Nagetiere) ist eine Reihe von Köderprodukten auf dem Markt, die bei ihrer Zulassung die Wirksamkeit haben beweisen müssen. Alle Produkte müssen als „Anwendung im Haus- und Kleingarten zulässig“ gekennzeichnet sein, da nur dann ein Einsatz im Hobbygarten erlaubt ist.
Einsetzbare Produkte sind beispielsweise Wühlmausköder Arrex oder Quiritox Wühlmausköder. Zusätzlich stehen verschiedene natürliche Fernhaltemittel zur Verfügung, die aufgrund ihres Duftes die Tiere aus den Gängen vertreiben (sollen), z.B. Wühlmaus Gas auf der Basis von Rhizinusöl.